Entlein

Und damit meine ich keine hĂ€sslichen 😉 Sie sind im August geschlĂŒpft, nachdem mein Bruder eine seiner Enten auf ein paar Eiern sitzen hat lassen. Es waren wohl mal deutlich mehr, aber er hat ihr nur 3 davon gelassen und die anderen durch Gips ersetzt. Nach ein paar Wochen kamen dann 3 kleine Bibberle zur Welt. Alle am gleichen Tag. Die ersten Wochen waren sie getrennt von den anderen Alten. Wohl zur Sicherheit, da die Alten die Jungen manchmal nicht so leiden können. Beim letzten Mal hat das Kleine ja auch nicht so lange gelebt. Wahrscheinlich waren Elstern daran beteiligt. Deswegen haben sie dieses Mal auf jeden Fall etwas Schutz. DafĂŒr ist es auch nicht so einfach Bilder zu schießen. Ein paar wollte ich aber auf jeden Fall zeigen. Eigentlich hat sie mein Bruder alle gemacht. Auf dem ersten Bild sind sie vielleicht zehn Tage alt und schon doppelt so groß wie nach dem SchlĂŒpfen. Sie wachsen sehr schnell, vor allem am Anfang, und mĂŒssen schon gleich alleine fressen. Da gibt es keine Milch. Auf den letzten Bildern dĂŒrften sie nun knapp 2 Monate alt sein. Ihre fluffigen Federn haben sie nun abgelegt. Eine Erpellocke ist noch nicht zu sehen. Erste Wetten tendieren aber zu 2 Enten und 1 Erpel.




Der Kampf ums Klima



 ist verloren. Klingt schon etwas pessimistisch. Oder vielleicht realistisch? Die EU Wahl ist ja schon wieder etwas her und irgendwie fand ich waren die letzten Monate in Bezug auf das Klima nicht sonderlich berauschend. Mal sehen wie die weltweiten Proteste am 20.9. so laufen und was als Reaktion darauf passiert…

Es brennt in der Arktis und in den Tropen. Klimaforscher erkennen neue EinflĂŒsse die vorher noch nicht berĂŒcksichtigt wurden. Es wird gepredigt wir mĂŒssen JETZT etwas tun, aber es passiert eben nicht viel. Auf dem Staaten Level keifen sich dich AnfĂŒhrer eher an und fordern Entschuldigungen fĂŒr Lapalien anstatt gemeinsam nach einer Lösung zu suchen. Aber auch weiter unten bei den normalen Menschen herrscht UnverstĂ€ndnis. Europa versucht zu helfen und wirft mit Geld nach den Problemen. Die Menschen vor Ort fĂŒhlen sich angegriffen und vielleicht auch zu Recht. Denn es ist ja ihr Land und sie wollen dass man das respektiert. Wir versuchen uns einzumischen und oftmals gelingt uns das nicht auf eine Art und Weise die verstĂ€ndnisvoller aufgenommen wird. Insgesamt wĂ€re es am wichtigsten eine Denkweise zu erreichen an der alle beteiligt sind und alle verstehen, dass es nicht um LĂ€nder und Grenzen geht sondern um die Erde als Ganzes und davon gibt es nur eine einzige.

Global ist Europa eben winzig. Wir rĂŒhmen uns damit, dass wir so fortschrittlich sind und schon so viel tun. Dabei vergessen wir immer wieder, das hier ja kaum noch Industrie ist. Wir importieren die fertigen Sachen und exportieren den MĂŒll. Da kann man dann leicht sagen, dass Europa “sauber” ist. Das ist genauso zynisch wie einige BĂŒrgerinitiativen gegen Öl oder Windkraft. Zum einen fĂ€hrt man Auto, und oft auch noch nicht mal ein kleines, zum anderen will man aber nicht dass der Treibstoff vor der TĂŒr gefördert wird. Das Gleiche gilt natĂŒrlich fĂŒr ElektrizitĂ€t. So lange die Herstellung, Förderung und der “Dreck”  woanders stattfindet ist alles wunderbar. Dann braucht man sich nicht um die Folgen zu kĂŒmmern sondern kann fröhlich konsumieren. Sobald das aber vor der eigenen HaustĂŒre stattfindet ist es plötzlich nicht mehr ok.

Insgesamt gibt es sicher einen willigen Teil der Bevölkerung der versucht auf ein Auto zu verzichten und bewusster einzukaufen. Im Moment versucht ja auch eine wahrscheinlich bekannte SchĂŒlerin aus Schweden mit einer großen Kampagne mehr Menschen davon zu ĂŒberzeugen. Wollen wir hoffen dass es klappt. Allerdings wird das alles zu viel Zeit brauchen. Immerhin gibt es ja noch viele andere LĂ€nder auf der Erde die mit anderen Themen beschĂ€ftigt sind und wo das Thema Klima noch keinen so großen Stellenwert hat. Selbst bei uns wird die Thematik ja oft genug durch “unwichtigen” Mist verdrĂ€ngt. Die Klimamodelle haben sicher auch noch nicht jedes Detail berĂŒcksichtigt. Es wird schwer alles genau vorher zu sagen. Ich denke jedoch, dass wir den Wandel nicht mehr aufhalten können. DafĂŒr waren wir zu lange inaktiv und haben uns vom Konsum treiben lassen. Und jetzt sind wir immer noch zu trĂ€ge um mit Ach und Krach auf das Bremspedal zu treten.

Vielleicht sollten wir schon anfangen unsere Energie darauf verwenden PlĂ€ne fĂŒr die Folgen zu entwickeln. Damit wir vorbereitet sind wenn es dazu kommt und Landstriche langsam unbewohnbar werden. Ist natĂŒrlich nicht so einfach, denn die VerĂ€nderung geht ja zwar Erdgeschichtlich schnell aber doch eher in Jahrzehnten. Vielleicht können wir ja auch aus der Erdgeschichte etwas lernen. Wahrscheinlich tun das ja einige Wissenschaftler auch schon. Es gab ja schon viele Warm- und Kaltzeiten auf der Erde. Was ist denn jeweils passiert als sich eine Warmzeit wieder in eine Kaltzeit gewandelt hat? Lag das nur an der Kontinentalverschiebung oder kam es zu einem Massenwachstum bei den Pflanzen oder oder oder. Genauso wie es beim jetzigen Wandel zu einer Warmzeit zu unvorhergesehenen Effekten kommt, kann es ja auch dann umgekehrt passieren. Dann ist es vielleicht zu spĂ€t um unsere ganzen StĂ€dte zu retten die am Meer gebaut wurden. Vielleicht können wir den Planeten aber wieder freundlicher gestalten wenn wir verstehen was in vergangen Zeitaltern zu einem Wechsel hin zu einer Kaltzeit gefĂŒhrt hat.

Unser grĂ¶ĂŸtes Problem ist wahrscheinlich dass wir sesshaft geworden sind und an dem festhalten was wir kennen. Das wird aber nicht mehr klappen. Die Erde wird sich verĂ€ndern und wir mĂŒssen uns darauf einstellen. Besser wir bereiten uns jetzt schon darauf vor als dann wieder hinterher zu rennen. Da die VerĂ€nderung so schnell geht haben alle Bewohner der Erde sehr wenig Zeit sich darauf einzustellen. Dazu gehören neben den Menschen auch die Tiere und Pflanzen.

Hier in Deutschland gibt es ein Waldsterben aufgrund der Trockenheit in den letzten Jahren. Wie wird sich der Wald darauf einstellen? Robustere Arten setzen sich durch die mit weniger Wasser klar kommen. Etwas Ähnliches wird wohl auch im Tierreich passieren. Nicht jede Art wird dort ĂŒberleben können wo sie im Moment heimisch ist. Einige werden migrieren und andere wohl aussterben. Letztendlich mĂŒssen auch wir eine Lösung finden…

Und noch ein Wort zum Schluss. Das Bild ist mit www.windy.com entstanden. Eine echt sehr hĂŒbsche Seite die alle möglichen Informationen zur AtmosphĂ€re grafisch sehr schön darstellt. Da kann man sich z.B. auch die LuftqualitĂ€t ansehen. Abgebildet sind aber die Windströmungen. Hat schon fast einen Touch von Van Gogh 🙂




Die EU Wahl & das Klima

Tja ich muss sagen die letzten Tage und auch Wochen haben meine Stimmung in Bezug auf das Klima wieder etwas gehoben (siehe letzter Beitrag). Es gibt immer mehr Leute die sich damit beschĂ€ftigen und seit den SchĂŒlerprotesten mit Fridays for Future und dem Youtube Video von Rezo ĂŒber die CDU und andere Parteien, kann ich mir sogar wieder vorstellen, dass es noch etwas Hoffnung gibt. Vielleicht erreicht er mit dem Video noch ein paar mehr Leute und bringt sie zum nachdenken. Jetzt mĂŒsste das alles nur noch auf der ganzen Welt so laufen. Ich bin gespannt wie die Wahl morgen verlĂ€uft.

Wenn ihr mit der neudeutschen coolen Sprache klar kommt, dann schaut euch das Video ruhig an. Er spricht einige interessante Themen an. Ich selbst kann aufgrund persönlicher Erfahrungen die GrĂŒnen nicht wĂ€hlen, allerdings gibt es ja noch andere 🙂

Das ganze Wachstum Wachstum Wachstum, Wachstum ĂŒber alles wird trotzdem noch eine interessante Herausforderung… Vielleicht brauch es ja doch nicht so viel Wachstum die ganze Zeit.

ZusĂ€tzlich ist halt auch noch die Komunalpolitik auf dem Land, zumindest bei mir daheim, der letzte Witz und man kommt sich vor wie in den 70ern, wobei ich die gar nicht erlebt habe… Sollte nur eine Anspielung darauf sein, dass sie nicht mehr zeitgemĂ€ĂŸ ist. Vielleicht dazu mal ein anderer Beitrag. In der Stadt lĂ€uft es schon sehr viel moderner.




The Red Centre – Geologie

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Zeitspannen

Tja, ich hatte ja versprochen noch ein Kapitel ĂŒber die Geologie nachzuliefern. Immerhin bin ich ja Geologe und es wĂ€re doch schade darĂŒber nichts zu schreiben. Da es aber keine wissenschaftliche Arbeit werden soll, wollte ich es so formulieren, dass man sich das alles auch ohne große Geo Kenntnisse vorstellen kann. Zu den anderen BeitrĂ€gen ĂŒber das rote Zentrum geht es hier.

Australien ist alt! Es ist allerdings gar nicht so einfach die enormen ZeitrĂ€ume zu veranschaulichen. Üblicherweise wird dafĂŒr oft eine Uhr mit 24 Stunden herangezogen. Also ein ganzer Tag. Demnach stellt man sich das Alter der Erde, was eigentlich ca. 4,6 Milliarden Jahre (Giga-annum – Ga) betrĂ€gt nur als 24 Stunden vor. Damit sollen die ZeitrĂ€ume um die es sich hier handelt greifbarer werden.

Wenn
also die Erde 24 Stunden alt ist, dann gibt es zwar schon seit 20
Stunden erste Einzeller, diese hatten aber noch keinen Sauerstoff zum
Atmen. Photosynthese – der Prozess der Sauerstoff in unsere
AtmosphĂ€re brachte – kam erst spĂ€ter, und bis zu den ersten
Landpflanzen vergingen noch ein paar Stunden. Die ersten Algen an
Land sollen demnach vor ca. 4,5 Stunden entstanden sein. SĂ€ugetiere
begannen sich vor ca. 1 Stunde zu entwickeln, und der bekannte
Tyrannosaurus aus der Kreidezeit hat vor ca. 21 Minuten seine
BlĂŒtezeit gehabt. Insgesamt hat es seine Art nur ca. 50 Sekunden
gegeben. Wenn wir weiter gehen und uns den modernen Mensch, also Homo
Sapiens, anschauen, dann entwickelten wir uns vor nicht mal 4
Sekunden! Ackerbau gibt es seit 0,2 Sekunden. Um weiter in unserer
Geschichte ins Detail zu gehen mĂŒssen wir die Sekunden weiter
zerlegen. Wie auf eine Stoppuhr die Millisekunden, welche als
kleinste Einheit immer vorbei flitzen. Eine Sekunde hat 1000
Millisekunden. Demnach sind die großen Pyramiden in Ägypten vor
etwa 0,1 Sekunden oder 100 Millisekunden entstanden. Jesus Christus
kam vor knapp 40 Millisekunden auf die Welt. Die ersten
Dampfmaschinen gibt es seit knapp 5 Millisekunden und wenn man den
C64 als ersten Heimcomputer ansieht, er kam 1982 auf den Markt, dann
gibt es jenen noch nicht mal eine Millisekunde lang.

Gegen
Ende wird diese Art der Zeitdarstellung auch etwas weniger gut
vorstellbar. Allerdings ist es insgesamt vielleicht nicht schlecht
sich vor Augen zu halten, dass fĂŒr die ca. 2000 Jahre seit der
Geburt von Jesus Christus, auf unserer 24 Stunden Uhr der Erde noch
nicht mal ganz 40 Millisekunden vergangen sind! Das
ist in etwa so lang wie ein Fingerschnippen dauert.

Einleitung

Karte

Weite Gebiete in Australien, bis auf die OstkĂŒste, sind schon sehr, sehr alt (die Grenze ist auf der Karte als gelbe Linie angedeutet). Man nennt diese Bereiche auch Kratone. Das sind Teile der Erdkruste die schon im Archaikum entstanden sind und sich ĂŒber das Proterozoikum entwickelt haben. UngefĂ€hr kann man sagen, dass die Ă€ltesten Gesteine Australiens ca. 3,5 Ga sind. Manche Minerale sogar ĂŒber 4 Ga. Das wĂ€ren auf unserer Uhr immerhin mehr als 17 Stunden. Im Vergleich, die Ă€ltesten, sichtbaren Gesteine in Deutschland sind etwa 0.4 Ga oder 400 Ma (Millionen Jahre) alt, was in etwa 2 Stunden auf unserer Uhr entspricht. Das ist auch mit einer der GrĂŒnde warum es in Australien so viele BodenschĂ€tze gibt. Die Steine hier hatten einfach schon viel Zeit und man kann auch sagen, dass mit allem was ihnen seit damals widerfahren ist, konnten sich BodenschĂ€tze anreichern und konzentrieren. Auch wurden hier mit die Ă€ltesten Fossilien gefunden – im jĂŒngsten Proterozoikum (ca 550 Ma, knapp 3 Stunden).
Aber zurĂŒck zum Thema. Von diesen Kratonen gibt es in Australien drei StĂŒck. Deren Zentralbereiche haben sich seit dem mittleren Proterozoikum nicht mehr verĂ€ndert (ca 1.7 Ga – 8,5 Stunden) und wurden zwar gegeneinander verschoben, aber nie mehr ganz auseinander gerissen. Wir spulen jetzt ein paar Stunden vor auf unserer Uhr, da in dieser Zeit zwar schon einiges passiert ist, man sieht davon aber heute nichts mehr, oder nur noch wenig, da es einfach schon so lange her ist.

Rodinia

Vor
ca. 1.1 Ga (also 5,5 Stunden) bildeten diese drei Kratone einen
Teil
eines Superkontinents der Rodinia benannt wurde. Mit Superkontinent
ist gemeint, dass ein Großteil aller Erdplatten zusammengeschweißt
war, ohne einen Ozean dazwischen. Und wenn ich Ozean sage, dann meine
ich eigentlich den Mittelozeanischen RĂŒcken am Meeresgrund. Das ist
die Stelle an der zwei Erdplatten sich von einander wegbewegen. Am
Anfang, so lange kontinentale Kruste auseinanderreißt und noch keine
ozeanische Kruste gebildet wird, sagt man dazu auch Grabenbruch.
Etwa
300 Millionen Jahre spÀter fing Rodinia dann an wieder zu zerfallen.
Durch ZugkrÀfte, die am Superkontinent wirkten bildeten sich zuerst
GrabenbrĂŒche und dann auch Mittelozeanische RĂŒcken, Teile des
Superkontinents bewegten
sich auseinander
(zum Beispiel alte Gesteine des heutigen Nordamerikas oder Chinas).
Die drei australischen Kratone trennten sich dabei nie komplett,
wurden aber auseinander gezogen. Dabei bildete sich ein großes
Becken zwischen den Kratonen in welchem sich verschiedene Sedimente
ablagern konnten. Man findet klastische Sedimente, die hauptsÀchlich
durch Erosion von umgebenden Bergketten entstanden sind. Durch
FlĂŒsse, Wind oder auch Gletscher werden diese bergab transportiert.
Es gab auch Zeiten an denen sich das Becken unterhalb des
Meeresspiegels befand. Dann kam es auch zur chemischen AusfÀllung
von Sedimenten. Das passiert, wenn Wasser verdampft, und die darin
gelösten Stoffe sich so stark anreichern, dass sich feste Partikel
bilden die zu Boden sinken – dies sind Evaporite, oder Salzabfolgen.
SpÀter
werden biogene, marine Sedimente dominanter.
Diese bestehen hauptsÀchlich aus den kleinen Kalkschalen
verschiedener Lebewesen. Nach deren Tod sinken die Schalen auf den
Grund. Die meisten Kalksteine entstehen auf diese Weise. Zu
dieser Zeit gibt es allerdings noch keine solchen Lebewesen in den
Ozeanen, deswegen können diese Sedimente hier noch nicht
entstehen.
Die
Sedimentation begann vor ungefÀhr 850 Ma (4,5 Stunden) und wurde
erst vor ca. 550 Ma (3 Stunden), durch die Peterman Gebirgsbildung,
gestört. Es konnten sich also in diesem “Superbecken”, nach
unserer Erduhr, fĂŒr ĂŒber 1,5 Stunden Sedimente ablagern und
Schichten bilden die mehrere Kilometer mÀchtig sind. Bei solchen
MĂ€chtigkeiten bleiben die Sedimente nicht mehr locker wie an der
OberflÀche. Es findet ein Prozess statt der Diagnese genannt wird
und es entstehen harte Sedimentgesteine. Die Beschaffenheit der
verschiedenen Schichten hĂ€ngt natĂŒrlich vom Ausgangsmaterial ab.
Sie bilden hier das jĂŒngere Deckgebirge, im Gegensatz zum Ă€lteren
Grundgebirge darunter. Im Vergleich, das Deckgebirge in Deutschland
ist viel jĂŒnger – nicht Ă€lter als etwa 250 Ma: halb so alt wie
Gesteine die in Australien zum Deckgebirge zÀhlen!

Von Gondwana bis PangÀa

Gondwana ist der nĂ€chste Superkontinent zu dem sich einige Erdplatten wieder zusammenschweißten. Er hat sich etwa vor 520 Millionen Jahren (2.5 Stunden) gebildet. Australien war wĂ€hrend dieser Zeit hauptsĂ€chlich mit der Antarktis im SĂŒden und einem Inselbogen im Norden benachbart. Der gesamte Superkontinent war um den SĂŒdpol der Erde verteilt. Wenn man es genauer betrachtet gab es davor, fĂŒr relativ kurze Zeit noch einen grĂ¶ĂŸeren Superkontinent der Pannotia getauft wurde. Kleinere Teile trennten sich aber recht bald wieder ab. Gondwana blieb erhalten und Australien war ein Teil davon.
Die zuvor erwĂ€hnte Petermann Gebirgsbildung geschah zwischen den australischen Kratonen, wĂ€hrend sich die Erdplatten zu Gondwana verbanden. Sie dauert etwa 100 Millionen Jahre (30 Minuten). Dabei wurde, durch eine Nord-SĂŒd Bewegung, ein Block (Musgrave Block) des Ă€lteren Gesteins (Grundgebirge) unter den Sedimenten (Deckgebirge) angehoben und das Superbecken in zwei Teile geteilt. Der sĂŒdliche Teil war nun durch die Petermann Gebirgsketten (sĂŒdlich vom heutigen Alice Springs) von nördlichen Teil getrennt. Damit waren aber gleichzeitig auch neue Sedimentquellen geschaffen, die die Teilbecken weiter fĂŒllen konnten. Aus jenem Gebirge wurde auch das Material abgetragen welches viel spĂ€ter dann Kata Tjuta und Uluru bilden sollte. Dann war es, bis auf die Erosion, wieder relativ still im australischen Zentrum.
Weiter im SĂŒden fand zu dieser Zeit eine andere Gebirgsbildung statt (Delamerische Gebirgsbildung). Aus ihr gingen die Flinders Ranges hervor in welchen ich wĂ€hrend meiner Diplomarbeit gearbeitet habe (MPI = Mount Painter Inlier). Die Strukturen dieser Gebirgsbildung sind allerdings eher einer Ost-West Bewegung zuzuordnen und haben eine Fortsetzung in der benachbarten Antarktis (Ross Gebirge).

Im
Zentrum Australiens ging es um ca. 450 Ma (vor 2,5 Stunden), durch
eine weitere Gebirgsbildung wieder heiß her. Das Ereignis wurde
Alice Springs Gebirgsbildung betitelt. Mit 150 Millionen Jahren (50
Minuten) dauerte sie ein
wenig lÀnger
wie die Peterman Gebirgsbildung. Die Kompressionsrichtung war hier,
anders als im SĂŒden, wieder Nord-SĂŒd gerichtet. Alte Strukturen
wurden teilweise wieder aktiviert und eine neue Gebirgskette mit
Grundgebirge entstand, dieses Mal nördlich vom heutigen Alice
Springs – die Arunta Region. Die Bewegung ist wohl auf die Bildung
von PangĂ€a zurĂŒckzufĂŒhren, ein noch grĂ¶ĂŸerer Superkontinent der
letztendlich alle Erdplatten umfasste. Mit dem Ende der Alice Springs
Gebirgsbildung war auch dessen Entstehung abgeschlossen (vor etwa 90
Minuten).
WĂ€hrend dieser Zeit entstanden viele der heute noch
sichtbaren Strukturen im Roten Zentrum Australiens. Das Superbecken
wurde
durch die sich hebende Arunta Region noch weiter aufgeteilt und dabei
stellenweise stark verfaltet. WĂ€hrend
meines Besuches hier im Zentrum, habe ich hauptsÀchlich Teile des
mittleren Amadeus Beckens besucht, welches sich sĂŒdlich der Arunta
Region und dem heutigen Alice Springs befindet. An
der Grenze zwischen beiden Bereichen, auf
dem Mt. Sonder,
konnten ich aber auch einen Blick auf einen
Teil der
prominenten
Red Bank Störungszone werfen. Störungszonen können vielfÀltig
ausgeprÀgt sein. Im Prinzip sind es Bereiche im Gestein entlang
derer die Einheiten gegeneinander verschoben wurden. Eine berĂŒhmte
und bekannte Störungszone wÀre der San-Andreas Graben bei San
Francisco. Dort handelt es sich um eine Transversalverschiebung an
der die Erdplatten eher seitwĂ€rts gleiten und nicht ĂŒbereinander
geschoben werden. Störungszonen
gibt es an fast allen Plattengrenzen und auch innerhalb, sobald sich
durch das Spannungsfeld Gesteine gegeneinander verschieben. Wie
sie rÀumlich ausgeprÀgt sind, hÀngt oft von der Temperatur, also
der Tiefe ab in der sie sich bilden. An der OberflÀche sind sie
rÀumlich oft begrenzt und eher spröde. In der Tiefe können sie
eine grĂ¶ĂŸere Ausdehnung haben oder sich aus mehreren kleineren
Zonen zusammensetzen. Außerdem verformen sich die Gesteine hier eher
wie zĂ€her Honig und nicht brĂŒchig wie an der OberflĂ€che.
Hier
im Zentrum, wurde entlang dieser Red Bank Störungszone ein Teil der
Nord SĂŒd Bewegung ausgeglichen und Gesteinsblöcke wurden
ĂŒbereinander geschoben. Auf diese Weise entstand ein Gebirge der
Arunta Region, was vielleicht den heutigen Alpen in Europa Àhnlich
war. Die heutigen MacDonnell Ranges sind die Reste dieses Gebirges.
Immerhin
ist es auf unserer Uhr schon 2,5 Stunden alt, wÀhrend die Alpen in
Europa erst etwa
10
Minuten auf dem Buckel haben

PangÀa

PangÀa
war der letzte Superkontinent in der Erdgschichte. Er bildete sich
vor etwa 350 Ma und zerbrach wieder vor etwa 240 Ma (70
Minuten) – in die Kontinente, die wir heute kennen. Nachdem die Alice
Springs Gebirgsbildung sich beruhigt hatte, wurde es wieder still im
Roten Zentrum und die Gebirgskette wurde erneut in die umgebenden
Becken erodiert. Bis dahin konnten sich im Amadeus Becken
stellenweise ein bis zu 14 km mÀchtiges Paket an Sedimentschichten
ansammeln. Australien blieb wÀhrend des Auseinanderbrechens von
PangĂ€a noch fĂŒr lange Zeit mit der Antarktis verbunden. Erst vor
ca. 150 Ma (50 Minuten) fingen auch diese beiden Kontinente an sich
langsam zu trennen und Australien wanderte gen Norden. Die
schrittweise VerĂ€nderung des Klimas in Australien von kĂŒhl-feucht
am SĂŒdpol bis hin zum heutigen heiß-trocken ist auf dem ganzen
Kontinent zu erkennen. Viele ehemalige Seen und FlĂŒsse sind
ausgetrocknet und LandoberflÀchen sind stark verwittert. Auch
PalmenwĂ€lder wachsen nur noch in geschĂŒtzten Regionen (zum Beispiel
in Palm Valley, sĂŒdlich von Alice Springs). Tierfossilien von
Krokodilen und Wasservögeln die im Roten Zentrum gefunden wurden
zeugen vom natĂŒrlichen Klimawandel der Australien in den letzten 200
Millionen Jahren (60
Minuten) beeinflusst hat. Auch heute noch driftet Australien immer
weiter nach Norden. Schon
gibt es erste Anzeichen fĂŒr die Kollision mit Indonesien. Kleinere
Erdbeben sind auch im Roten Zentrum ab und zu messbar.

Zusammenfassung

  • Uluru & Kata Tjuta bestehen aus Sedimentgesteinen und sind Teil des Amadeus Beckens. Das Material selbst stammt von sehr alten Gesteinen, die auf unserer Uhr vor ca. 12 Stunden entstanden sind. Vor ca. 3 Stunden wurden diese alten Gesteine durch tektonische VorgĂ€nge zusammengestaucht, tauchten auf, und bildeten das Petermann Gebirge. Das Gebirge wurde von FlĂŒssen in die umgebenden Becken abgetragen und bildete die Arkose (Sandstein mit Feldspat) aus dem Uluru heute besteht. Kata Tjuta ist ein Konglomerat mit grĂ¶ĂŸeren Klasten. Im Prinzip das Gleiche nur nicht so weit transportiert. UrsprĂŒnglich waren die Schichten natĂŒrlich flach. Schon wĂ€hrend der Petermann Gebirgsbildung, aber dann auch wĂ€hrend der Alice Springs Gebirgsbildung (vor etwa 2,5 Stunden) wurden die Schichten in die heutige Position gedreht. Seit damals ĂŒberwiegt in jenem Teil des Amadeus Beckens die Erosion. Warum aber genau diese Inselberge der Erosion stĂ€rker trotzen als die sonst flache Umgebung, ist weiterhin ein stark diskutiertes Thema.
  • Die MacDonnell Ranges waren Teil einer Gebirgskette von der heute nur noch Reste ĂŒbrig sind. Sie entstanden wĂ€hrend der Alice Springs Gebirgsbildung (vor gut 2 Stunden) bei der auch sehr altes Material nach oben gedrĂŒckt wurde und dabei die Sedimente des Amadeus Beckens stark verfaltet wurden. So sehen wir heute Gesteine des Grundgebirges und des Deckgebirges an der ErdoberflĂ€che. Die HĂŒgelkette von “The Gap” und Mt. Gillen zeichnet sich durch den prominenten Heavitree Sandstein aus, die Ă€lteste Sandsteinschicht des Amadeus Beckens. Die anderen Touristen Spots im Westen, die auch der Larapinta Trail verbindet, von Simpsons Gap bis zur Red Bank Gorge und dem Mt. Sonder sind oft Teil des alten Grundgebirges. Eine prominente Ausnahme macht Glen Helen. Hier hat sich der Finke River wieder durch Schichten des Amadeus Beckens gegraben. Im Osten von Alice Springs (in den Ost MacDonnell Ranges) befinden sich die Touristenstops im Deckgebirge des Amadeus Beckens. Bei Trephina Gorge sind markante Sedimentschichten zu sehen. Palm Valley liegt ebenfalls in den Sedimentgesteinen des Amadeusbeckens.
  • Die Gesteine des Rainbow Valley und Kings Canyon gehören zum Amadeus Becken. Sie sind kaum von den damaligen Gebirgsbildungen betroffen gewesen. Die Sedimentschichten liegen hier eher flach und werden durch langsame Erosion freigelegt. Bei Rainbow Valley handelt es sich sogar um Sedimente die kaum von Diagnese betroffen waren und deswegen im Vergleich relativ weich sind.

Erdzeitalter Kreisdiagramm-Uhr mit den wichtigsten Events.

Als Bild kann man alles vielleicht ganz gut als Kreisdiagramm unserer Uhr verstehen. Die wichtigsten Ereignisse habe ich eingetragen. Der Mensch taucht darin nicht auf, selbst mit 100 facher VergrĂ¶ĂŸerung wĂŒrde man höchstens einen hauchdĂŒnnen Strich sehen.

Zur Orientierung habe ich die Äonen der Erdzeitalter noch mit eingetragen. Das Hadaikum steht am Anfang. Aus dieser Zeit gibt es kaum Überbleibsel, Das meiste wurde durch die stĂ€ndigen EinschlĂ€ge anderer Himmelskörper wieder zerstört. Eine Theorie besagt auch, dass gegen Ende dieses Zeitalters der Mond entstand, durch den Einschlag eines mondĂ€hnlichen Körpers. Darauf folgt das Archaikum. WĂ€hrend dieser Periode konnte sich erstes Leben bilden, was allerdings noch ohne Sauerstoff auskam und stattdessen Sauerstoff produzierte. Dieser wurde jedoch von reduzierten Stoffen im Ozean chemisch verbraucht. So bildeten sich z.B. die großen gebĂ€nderten Eisenformationen aus denen heute ein Großteil des weltweit produzierten Eisens abgebaut wird. Erst im Proterozoikum reicherte sich der Sauerstoff in den Ozeanen und auch in der AtmosphĂ€re langsam an. Es konnten sich auch Organismen entwickeln die Sauerstoff zur Atmung nutzen. Es sind allerdings nur AbdrĂŒcke dieser Mehrzeller erhalten, was vermuten lĂ€sst, dass sie noch keine Schalen oder Skelette besaßen. Zu Beginn des Phanerozoikums kam es dann zur kambrischen Explosion, einem plötzlichen auftretenden Artenreichtum innerhalb kurzer Zeit. Vermutlich war der Sauerstoffgehalt in den Ozeanen dafĂŒr auf das erforderliche Niveau angestiegen. Seit damals, im Kambrium sind die meisten der heutigen TierstĂ€mme oder “BauplĂ€ne” als Fossilien ĂŒberliefert.

Quellen

  • Eine freundliche Seele beim NTGS. (: (Geologischer Dienst der Northern Territories)
  • Geology and mineral resources of the Northern Territory (compilers: Ahmad, M and Munson, TJ)
  • The Timing and Duration of the Delamerian Orogeny (Foden, J. et al.)
  • PalaeoMap Projekt: Geniale Karten zu ergeschichtlichen Rekonstruktionen. Es gibt von ihm nun sogar Handy Apps und Videos.
  • Wikipedia und die klassische Internetsuche nach Schlagwörtern.
  • Hintergrund der Karte: maps-for-free

Hinweise

Es sollte klar, sein, dass dies nur eine sehr grobe Darstellung der VorgĂ€nge ist und eher einen Überblick verschaffen soll. Auch fĂŒr jene die mit Geologie und Fachworten bisher wenig zu tun hatten. FĂŒr weitere Details gibt es vielleicht mal einen zusĂ€tzlichen Beitrag. Lasst es mich wissen, wenn ihr Fragen habt – ich freue mich ĂŒber jeden Feedback! Habt ihr Interesse an weiteren solcher geologischen BeitrĂ€ge?




Arch Linux Installation

Überlegungen

Nunja, es gibt wohl einige die sich mal die Frage stellen ob sie Linux als Betriebsystem auf ihrem Computer mal ausprobieren wollen. Windows ist ja gut und schön. Wer PC Spiele mag, wird auch selten drum herum kommen. Mir persönlich geht Win 10 aber langsam zu sehr in Richtung Mac. Es wird einem einfach untersagt gewisse Dinge zu machen. weil sie das System destabilisieren könnten. Oder weil der Hersteller es eben so besser findet. Außerdem nehmen ja auch die Daten die gesammelt werden immer mehr zu. Vielleicht sagt einem auch einfach nur die Philisophie mit Open Source dahinter zu. Jeder hat wohl seine eigenen GrĂŒnde warum man vor dieser Frage steht.

Hier soll es auch mehr um die eigentliche Installation gehen. Ich habe mich jetzt fĂŒr Arch Linux entschieden, weil ich schon eine ganze Weile Manjaro ausprobiert habe, welches darauf basiert. Im Prinzip sind beides “Rolling Distros”, heißt so viel wie es gibt keine Releases mehr, sondern der Kernel wird stĂ€ndig aktuell gehalten. Bei Manjaro ist das noch nicht ganz so, weil man selbst ĂŒber deren eigenen Kernelmanager aktualisieren muss. Das sollte man aber auch tun, denn der Support wird fĂŒr die alten Kernel dann auch zeitnah eingestellt. Außnahme sind die LTS Kernel, diese werden lĂ€nger gepflegt. Bei Arch gibt es auch nur genau diese beiden Kernel in den Repositories. Entweder man nimmt den aktuellen, oder den LTS oder eben auch beide. NatĂŒrlich kann man sich auch jederzeit selbst einen Kernel kompillieren. Ich persönlich mag den LTS Kernel lieber, da ich dann doch noch einige Programme habe die nur unter Windows laufen und ich dafĂŒr dann die Virtual Box benutze. Diese hat Module die im Kernel laufen und wenn es dafĂŒr dann nicht so schnell ein Update gibt, lĂ€uft die Box erstmal nicht mehr.

Warum also dieses Mal Arch und nicht wieder Manjaro? Einfach um die installation mal selbst durchzukauen und vielleicht etwas mehr Einblick in das Grundsystem zu bekommen. Außerdem installiert man hier dann wie gesagt einmal den linux-lts Kernel. Dieser wird dann auch automatisch auf den nĂ€chsten lts Kernel aktualisiert und man muss es nicht selbst ĂŒber den Kernelmanager machen. Ob das nun gut oder schlecht ist wird sich wohl noch zeigen. Wahrscheinlich wollte ich mir einfach selbst mal auf die Schulter klopfen.

Hinweise

Wer das jetzt aber auch machen will, dem sei gesagt, dass es so ganz ohne Kenntnisse von Linux wohl doch eher schwer wird. Dann wĂŒrde ich doch eher Manjaro als Einstieg empfehlen. Diese Distro hat so ziemlich alle Vorteile von Arch, nur dass sie eben eine grafische Installation mitliefert und auch diverse Konfigurationen automatisch vornimmt. Man bekommt auch eine Nachricht wenn man den Kernel updaten sollte und das ist dann auch mit ein paar Klicks erledigt. Arch liefert fĂŒr die Installation nur ein GrundgerĂŒst mit Konsole und man muss alles selbst installieren und teilweise auch konfigurieren.

Man findet das Image fĂŒr die Installation einfach bei archlinux.org. Dort ist auch gleich der offizielle Guide fĂŒr die Installation verlinkt. Diesen sollte man parallel vielleicht auch durchlesen, da ich nicht alle Schritte abhandeln werde. Ich bin mir z.B. sicher, dass ich im UEFI Modus boote, weil ich es vorher so eingestellt habe. Das brauche ich dann nicht extra ĂŒberprĂŒfen. ZusĂ€tzlich fand ich diese Anleitung auch sehr hilfreich. Im Arch Wiki selbst findet man fast zu jedem Problem eine Beschreibung/Lösung.
Um den USB Stick unter Windows zu erstellen gibt es ein nettes kleines Programm names Rufus. Dort wÀhlt man einfach die Iso Datei und den Stick aus und alles andere wird vom Programm erledigt.

Folgendes wÀre noch zu erwÀhnen:

  • Der Rechner ist ein UEFI System und der Legacy BIOS Modus ist deaktiviert.
  • Die Partitionen auf der Festplatte sind/werden mit GPT erstellt.
  • In meinem Fall wird es ein Dual Boot System, da ich Windows fĂŒr das eine oder andere Spielchen und Programm doch noch (vorerst auch nativ) brauchen werde. Windows ist vorher schon installiert.
  • Die 1TB SSD ist bei mir folgendermaßen aufgeteilt
    • 550 MB EFI Partition als Fat32
    • 450 GB Windows Partition als NTFS
    • 32 GB Linux Swap
    • Rest ca 450GB Linux Parition als EXT4
  • Ich habe meine SSD mit Windows partioniert, da ich dieses vorher installiert habe und es fĂŒr mich einfacher war als ĂŒber Konsolenkommandos. Wichtig ist dabei eben, dass der BIOS Modus vom Mainboard deaktiviert ist und nur der native UEFI Modus funktioniert. Sonst arbeitet Windows im BIOS Modus und partitioniert die Platte mit MBR und nicht mit GPT.
  • Außerdem habe ich mich nach mehreren vergeblichen Versuchen GRUB als Bootmanager zu installieren dann doch dafĂŒr entschieden stattdessen SYSTEMD-BOOT zu nehmen. Das funktioniert aber nur, wenn man die EFI Partition als /boot mounted und die Kernel-Start-Abbilder oder wie auch immer man sie nennt dann auf der EFI Partition liegen. Wer das nicht möchte, muss einen anderen Bootmanager installieren.

Installation – Grundsystem

Hat man das alles geschafft, geht es mit der Installation los. Als erstes mĂŒssen wir das Tastaturlayout auf Deutsch umstellen. Der – ist beim US Layout auf dem ß.

loadkeys de-latin1

mit timedatectl set-ntp true kann man die Zeit aus dem Internet aktualisieren.

Dann geht es auch schon ans Partitionieren und Formatieren. Da bei mir ja schon partinioniert ist, spare ich mir das. Mit fdisk -l kann man sich die Tabelle nochmal anschauen und bekommt auch die /dev/xxx EintrĂ€ge angezeigt. Bei mir handelt es sich um eine neue M2 SSD, deswegen ist sie unter /dev/nvme0n1 zu finden mit den Partitionen dann als p1 bis p4. SATA GerĂ€te dĂŒrften eher unter /dev/sda o.Ä. zu finden sein.

Wer noch partitionieren muss kann das mit fdisk recht einfach tun. fdisk /dev/nvme0n1 startet das Programm. Mit n erstellt man eine neue Partition die dann p fĂŒr primĂ€r ist. Danach kann man z.B. mit +400GB eine Partition erstellen die dann 400GB groß wird. Die Sektoren werden im Normalfall schon richtig ausgewĂ€hlt. Falls noch alte Partitionen vorhanden sind kann man vorher mit g eine neue Partitionstabelle (GPT) erstellen. Alles was auf der Platte war wird damit aber gelöscht.

Nun fehlt noch das Formatieren. P1, die EFI Partition und P2 von Windows bleiben wie sie sind.

mkfs.ext4 /dev/nvme0n1p4
mkswap /dev/nvme0n1p3

Damit ist jetzt alles formatiert. Die Partitionen mĂŒsses noch gemounted werden damit die Installation beginnen kann. P1 muss mit meinem Bootmanager wie gesagt /boot werden.

swapon /dev/nvme0n1p3
mount /dev/nvme0n1p4 /mnt
mkdir /mnt/boot
mount /dev/nvme0n1p1 /mnt/boot

Die Downloadserver könnte man jetzt noch anpassen. Mir ist das erstmal egal und ich installiere es mit den Standardservern.

pacstrap /mnt base

Nachdem die Pakete alle installiert wurden, wurde das Basissystem installiert. Allerdings kann man jetzt noch nicht neu starten, da noch ein paar Konfigurationen fehlen. Zum einen die permanenten Mount EintrĂ€ge. Ohne diese weiß das System nacher nicht mehr wo alles liegt.

genfstab -U /mnt >> /mnt/etc/fstab

Diese Datei sollte man dann auch mit einem Texteditor prĂŒfen. Z.b. nano /mnt/evt/fstab
Es sollten drei EintrĂ€ge vorhanden sein. Einer fĂŒr / , fĂŒr /boot und fĂŒr die swap partition. Mit Strg+x kommt man wieder raus.

Jetzt können wir in das neu installierte System wechseln.
arch-chroot /mnt

Als nÀchstes kommen ein paar Basiseinstellungen. Zum einen die Zeitzone, Sprache, etc. Die entsprechende Spracheinstellung muss man in der Datei /etc/locale.gen aktivieren und dann generieren.
Ich persönlich mag es lieber wenn das System auf Englisch bleibt. Deswegen aktiviere ich den Eintrag
en_GB.UTF-8 UTF-8 durch löschen des Kommentarsymbols davor.
Danach speichern und mit locale-gen generieren.

nano /etc/locale.gen
locale-gen

Jetzt kann kann die Sprache gespeichert werden.
echo LANG=en_GB.UTF-8 > /etc/locale.conf 

Außerdem wollen wir das Tastaturlayout speichern.
echo KEYMAP=de-latin1 > /etc/vconsole.conf

Um die richtige Zeitzone zu nutzen mĂŒssen wir noch einen Link generieren
ln -sf /usr/share/zoneinfo/Europe/Berlin /etc/localtime
hwclock –systohc

Nun fehlen noch ein paar Netzwerkeinstellungen. Dazu geben wir dem Computer einen Namen
echo steineklopfer > /etc/hostname

und editieren die Datei /etc/hosts
nano /etc/hosts

Diese sollte folgende EintrÀge enthalten

127.0.0.1 localhost 
::1 localhost
127.0.1.1 steineklopfer.localdomain steineklopfer

Nun fehlt noch der Netzwerkadapter selbst.
ip link

zeigt uns die verfĂŒgbaren GerĂ€te. Ich habe nur einen Kabelanschluss, deswegen habe ich nur zwei GerĂ€te in der Liste. Leute mit WLAN Modulen mögen noch mehr haben. Das erste ist aber meistens der Loopback Adapter und uninteressant. Der zweite heißt bei mir enp7s3, Mit dieser ID muss ich also die Konfiguartions Datei benennen und erstmal als DHCP konfigurieren.
nano /etc/systemd/network/enp7s3.network

[Match] 
name=en*
[Network]
DHCP=yes

Außerdem brauchen wir noch DNS Server um URLs auflösen zu können. DafĂŒr verwende ich erstmal die beiden Google Server
nano /etc/resolv.conf

nameserver 8.8.8.8 
nameserver 8.8.4.4

Aktivieren könen wir das Ganze erst nach einem Neustart. Mit passwd erstellen wir aber erst noch ein Passwort fĂŒr den root Benutzer. Die normalen Benutzer werden spĂ€ter erstellt.

Befor wir aber neu starten können fehlt noch der Bootmanager. Ich nehme dafĂŒr den systemd-boot der schon installiert ist.
bootctl –path=/boot install

Ich persönlich habe mir keinen Pacman Hook eingerichtet zum automatischen Updaten. Wer das will, kann es hier nachlesen. Jetzt sollte der Bootmanager installiert sein und vom UEFI auch gestartet werden. Checken und Àndern kann man das indem man das Programm efibootmgr noch installiert.
pacman -S efibootmgr

Damit unser Linux aber auch in der Auswahl auftaucht, mĂŒssen wir noch ein paar Einstellungen vornehmen. Außerdem habe ich ja am Anfang erwĂ€hnt, dass ich lieber mit dem LTS Kernel arbeite. Der ist auch noch nicht installiert.
pacman -S linux-lts

Zum einen brauchen wir die Datei /boot/loader/loader.conf mit diesem Inhalt

default  arch
timeout 4
console-mode max
editor no
auto-entries 0 (da ich keine automatischen EintrÀge möchte)

Zum anderen mĂŒssen wir noch einen Eintrag im BootmenĂŒ erzeugen. FĂŒr unser Linux wĂ€re das arch.conf im /boot/loader/entries/ Verzeichnis. Wir haben als Standard Auswahl ja auch schon “arch” in der config oben eingetragen. FĂŒr den Eintrag brauchen wir noch die ID der Partition auf der sich Arch Linux befindet.

blkid -s PARTUUID -o value /dev/nvme0n1p4
Die ID muss dann anstelle von [ID] in die conf Datei unten eingetragen werden.

title   Arch Linux LTS
linux /vmlinuz-linux-lts
(initrd /intel-ucode.img) nur wenn es ein solches Microcode Image gibt. Bei meinem AMD nicht.
initrd /initramfs-linux-lts.img
options root=PARTUUID=[ID] rw

Das Gleiche kann man dann auch fĂŒr Windows oder einen zweiten Linux Kernel oder das Fallback Image machen. Jeder Eintrag bekommt seine eigene *.conf Datei. Einfacher ist es fĂŒr Windows natĂŒrlich in der ersten Datei den “auto-entries 0” Eintrag zu löschen oder auf 1 zu setzen.

Jetzt können wir neu starten (shutdown -r now) und sollten im Bootmanager einen Eintrag fĂŒr “Arch Linux LTS” sehen der auch als Standard ausgewĂ€hlt ist.

Nachdem wir uns wieder als root Benutzer mit dem Passwort von vorhin angemeldet haben können wir gleich ĂŒberprĂŒfen ob die Internetverbindung funktioniert (Strg+C unterbricht den Befehl wieder).
ping archlinux.org

Falls nur time-outs kommen, mĂŒssen wir die Verbindung noch aktivieren.
systemctl start systemd-networkd
systemctl enable systemd-networkd

Tjaaa. Damit wĂ€re dann die Grundinstallation abgeschlossen. Jetzt kann man mit pacman alle möglichen Pakete installieren die man braucht. Unter anderem eben auch die Grafische OberflĂ€che, Grafikkartentreiber und natĂŒrlich auch ein Benutzer der nicht root ist. Es ist nicht sonderlich ratsam das System als root zu benutzen.

Installation – Grafische OberflĂ€che

DafĂŒr muss man sich natĂŒrlich erstmal entscheiden welche der vielen Linux OberflĂ€chen man nutzen möchte. KDE, Gnome, Cinnamon, Deepin, Xfce, … um nur ein paar zu nennen. Ich persönlich habe mich fĂŒr die neue KDE OberflĂ€che Plasma entschieden. Diese lĂ€uft im Moment noch mit X11. Wahrscheinlich irgendwann dann auch mit Wayland, im Moment kommt man aber um die Xorg Sachen noch nicht drumrum. Da bei mir auch eine recht neue Nvidia Grafikkarte im System werkelt, eine 1070, entschließe ich mich unter anderem die closed source Nvidia Treiber zu verwenden. Nicht zuletzt, weil in einem Livesystem vom Stick die OberflĂ€che doch deutlich geflimmert hat mit den open source Treibern. Da der ganze Xorg Kram schon als AbhĂ€ngigkeit beim nvidia Paket dabei ist, brauche ich das nicht extra installieren. Ansonsten natĂŒrlich schon. Wichtig ist noch, da ich die LTS Kernel verwende, brauche ich auch das nvidia-lts Paket. Außerdem fragt das Paket welche OpenGL Bibliothek ?? verwendet werden soll? Dabei hat bei mir nur der Standard (libgl…) funktioniert und ist wohl auch richtig. Antwort zwei wĂ€re ein veraltetes nvidia-utils Paket. Damit schlĂ€gt die Installation sowieso fehl, da das alte dann dem neuen im Weg ist.

pacman -S nvidia-lts

Hier gibt es viele Möglichkeiten. Entweder man konfiguriert den X11 Kram selbst. DafĂŒr mĂŒssen dann am Besten in der Datei /etc/X11/xorg.conf.d/20-nvidia.conf die richtigen EintrĂ€ge stehen. Oder man ĂŒberlĂ€sst es dem Nvidia-config-tool.

nvidia-xconfig

Dieses erstellt allerdings die Datei /etc/X11/xorg.conf und sollte auch gecheckt werden ob die EintrĂ€ge plausibel sind. Da bei mir alles fĂŒrchterlich klein war, aber ich manuell noch folgende EintrĂ€ge unter DEVICE hinzugefĂŒgt

Option “UseEdidDpi” “FALSE”
Option “DPI” “96 x 96”

Danach können wir testen ob die X11 OberflĂ€che lĂ€uft oder nicht indem wir einfach “Xorg” starten. Sollte es schief gehen wird zeigen das die Meldungen auf dem Bildschirm. Wenn der Bildschirm schwarz bleibt heiß es bei mir, dass es geklappt hat. Allerdings konnte ich nur mit Strg+Alt+F2 die Konsole wechseln und von dort weiter machen oder eben neu starten.

Also nĂ€chste können wir schon KDE Plasma installieren. Dieses liefert den Display Manager SDDM schon mit. Ansonsten mĂŒssten wir natĂŒrlich auch noch einen installieren.

pacman -S plasma

Damit der Display Manager auch beim starten lÀd, muss er noch aktiviert werden.

systemctl enable sddm.service

Um sich aber ĂŒberhaupt einloggen zu können brauchen wir auch noch einen Nutzer mit eigenem home Verzeichnis. DafĂŒr legen wir uns unseren eigenen Benutzer an.

useradd -m -G sys,wheel jens
passwd jens

Damit gehört der Nutzer “jens” zusĂ€tzlich zu den Gruppen sys und wheel. Wheel ist nĂŒtzlich um das sudo Kommando benutzen zu können. Außerdem haben wir das Passwort gleich festgelegt.

Um das “sudo” Kommando wirklich auch nutzen zu können mĂŒssen wir es aber noch installieren.

pacman -S sudo

Danach mĂŒssen wir die “wheel” Gruppe aber noch dafĂŒr freischalten. DafĂŒr editieren wir die Datei /etc/sudoers. Etwas weiter unten ist der Eintrag fĂŒr die wheel-Gruppe auskommentiert. Wir mĂŒssen das Kommentarzeichen löschen und die Datei wieder speichern.

sudo -lU jens

Checkt ob Nutzer jens dann auch sudo benutzen darf.
Jetzt können wir das System noch kurz updaten bevor wir es neu starten.

pacman -Syu

ZusĂ€tzlich mĂŒssen wir noch einmal das Layout der Tastatur setzten, bisher haben wir das nur fĂŒr die Console gemacht. Ansonsten haben wir in der OberflĂ€che wieder die US Tastatur.

localectl set-x11-keymap de pc105 nodeadkeys compose:rwin

mit localectl status kann man checken was dann dort steht.

Danach sollten wir uns nach einem Neustart automatisch auf der SDDM OberflĂ€che fĂŒr den Login wiederfinden. Und können uns da als jens mit dem Passwort auf den KDE Plasma Desktop einloggen. Damit lassen sich dann auch eine ganze Menge Einstellungen ĂŒber die OberflĂ€che erledigen. Z.B. kann man auch hier wieder das Tastaturlayout einstellen.

Interessant wĂ€re dann sicher noch einen sogenannten AUR-Helper zu installieren. Da es doch einige nette Pakete von Benutzen gibt die nicht in den offiziellen Repos sind. Nutzung allerdings auf eigene Gefahr. Lesenswert wĂ€ren sicher diese beiden Artikel aus dem Arch Wiki. ZusĂ€tzliche Hinweise und empfohlene Programme. Alles was man so fĂŒr eine BedĂŒrfnisse braucht muss man natĂŒrlich jetzt noch installieren. Bisher war das nur das Basissystem + OberlĂ€che, bei der schon ein paar wenige Tools dabei sind.

Wer einen AUR Helper benutzten will muss sich im klaren sein, dass diese Pakete nicht von pacman direkt geupdated werden. Man muss diese dann auch mit dem Helper updaten. Im Prinzip macht ein AUR Helper nichts anderes wie was wir jetzt manuell machen mĂŒssen um ĂŒberhaupt einen zu installieren. Nur macht er es eben schneller und hat ein besseres GedĂ€chtnis. Ich habe mich hier fĂŒr Pikaur entschieden. Wahrscheinlich weil es in Python geschrieben ist und ich das zumindest schon Mal selbst benutzt habe. Yaourt wird zwar noch ĂŒberall erwĂ€hnt und war frĂŒher wohl das erste solche Tool. Es ist aber schon in die Jahre gekommen und kann vieles nicht. Außerdem wird es nicht mehr gewartet, deswegen wĂŒrde ich dieses eher nicht benutzen.

In der Konsole bin ich jetzt nicht mehr als root sondern als jens in meinem Verzeichnis /home/jens. Als erstes mĂŒssen wir ein paar Pakete installieren.

sudo pacman -S base-devel git wget

mit den nötigen AbhĂ€ngigkeiten natĂŒrlich. Danach geht es auch schon los.

mkdir temp
cd temp
git clone https://aur.archlinux.org/pikaur.git
cd pikaur
makepkg -si

Damit wÀre pikaur installiert und kann wie pacman benutzt werden aber durchsucht eben zusÀtzlich auch die Nutzer Repos (das AUR).

Vielleicht noch ein Wort zu Deinstallationen. Das wird alles mit Pacman erledigt.

sudo pacman -R xxx

statt xxx muss dann natĂŒrlich der Paketname stehen. Das deinstalliert jenes Paket. Mit -Rs kann man alle, nicht von anderen Paketen benötigten, AbhĂ€nigkeiten mit deinstallieren. -Rns löscht zusĂ€tzlich noch die Konfigurationen die nicht im /home/jens/ Verzeichnis liegen. Und letztendlich deinstalliert -Rnss auch alle Pakete die bei der Installation installiert wurden, auch wenn sie von anderen Paketen gebraucht werden. Dadurch funktionieren dann aber diese Programme wahrscheinlich nicht mehr richtig.




Graufilter am Rhein

Ja eigentlich hat mich das Niedrigwasser an den Rhein gezogen und weil ich natĂŒrlich auch mal wieder eine Fahrradtour machen wollte. Immerhin sind es hin und zurĂŒck auch gute 60km nach Bingen. Am Ende war ich war sogar mehrmals da. Mal auf der linken, mal auf der rechten Seite. Mal auch mit dem Zug. Auch wollte ich mal einen Blick von weiter oben werfen. Das letzte warme Wochenende wollte genutzt werden.

Schon erstaunlich wie groß manche Inseln durch das Niedrigwasser geworden sind. Auch KiesbĂ€nke die sonst unter Wasser sind waren gut zu sehen. Die Farben im Herbst sind natĂŒrlich auch schön. Einmal hatte ich auch einen Graufilter dabei. Damit kann man auch bei Tageslicht lĂ€nger belichten, dann verschimmen Bewegungen ziemlich gut. Da Wasser oft in Bewegung ist, bekommt man dann glatte OberflĂ€chen. Spiegeln tun sie nicht so gut wie bei kurzen Belichtungen aber die matte OberflĂ€che ist auch effektvoll.

NatĂŒrlich musste ich auch die Gelegenheit auch nutzen um der Insel mit dem MĂ€useturm mal einen Besuch abzustatten. Bei so niedrigem Wasserstand kann man gut ĂŒber eine kleine Furt rĂŒber laufen. Am Wochenende war aber auch ein ziemlicher Andrang – Also Schuhe aus und rĂŒber watscheln 😉

Auf dem RĂŒckweg sind auch immer wieder große SchwĂ€rme WildgĂ€nse am Himmel vorbeigezogen und zu guter Letzt gab es ein super Abendrot. Leider konnte ich es nur aus meinem Dachfenster festhalten. Am nĂ€chsten Tag, auf dem Mainzer Sand, war es dann nicht mehr so schön farbig.




Zeitraffer von BlĂŒten

Am gleichen Wochenende wie die Sternschnuppen sind auch diese Aufnahmen von BlĂŒten entstanden. Es sind so Kletterpflanzen. Winden um genau zu sein. Die BlĂŒten gehen nur einen Tag auf, Nachmittags verwelken sie schon wieder. Einmal war ich rechtzeitig morgens draußen um noch den Anfang mitzukriegen. Das zweite mal geht es erst los als die BlĂŒten schon halb offen waren. Mir gefallen die blauen BlĂŒten am Besten. Allerdings kann ich mir den Farbunterschied bei den Bildern nicht so richtig erklĂ€ren… Vielleicht haben die BlĂŒten etwas eingelagert das dann glĂ€nzig wird wenn Sonnenlicht im richtigen Winkel drauf fĂ€llt.

FĂŒr die Zeitraffervideos war es leider auch ziemlich windig. Vielleicht sollte ich das nĂ€chste Mal das Motiv etwas stabilisieren. Ich hab zwar versucht es im nachhinein etwas zu “stabilisieren”, aber dafĂŒr hat es wohl zuviel gewindet. Beide Videos laufen wieder hintereinander. Die Technik hat auf jeden Fall Potential fĂŒr weitere Projekte 😉




Sternschnuppen

Im Sommer, bei den Perseiden habe ich mal versucht welche auf ein Bild zu bannen. Mein Onkel war auch dabei, er hat sich auch auf dem Bild verewigt. Meistens zeigt die Kamera halt in die falsche Richtung und man muss dann doch recht lange schauen um auch mal eine grĂ¶ĂŸere Schnuppe zu sehen. Damals hatte ich noch keinen automatischen Auslöser, musste also fĂŒr jedes Bild daneben stehen… Insgesamt habe ich aber doch vier Schnuppen eingefangen. Eine etwas grĂ¶ĂŸere und drei die ganz nah beieinander erstrahlt sind.

Als ich dann das letzte Mal daheim einen Besuch gemacht habe war auch ein kleiner Meteoritenschauer auf dem Plan. Allerdings viel weniger Ereignisse pro Stunde wie die großen Schauer im Sommer oder Winter. Das Wetter war aber gut und Neumond war auch. Außerdem wollte ich mein neues GerĂ€t fĂŒr meine Kamera ausprobieren welches automatisch den Auslöser “drĂŒcken” kann. Die Kamera konnte also die ganze Nacht durch selbst Bilder machen. Auf einem der Bilder kann man die ISS sehen wie sie ĂŒber den Himmel zieht. Der gesamte Vorbeiflug hat vielleicht fĂŒnf Minuten gedauert.

ISS Vorbeiflug

Entstanden sind dabei auch drei kleine Videos. Allerdings kann ich nur eine Sternschnuppe darauf erkennen. Bei Sekunde 0:12 im ersten Video. Oben, etwas links von der Mitte. Alles andere sind wahrscheinlich Flugzeuge oder Satelliten.

Das erste Video zeigt nach Norden, das zweite nach SĂŒden und das dritte ist nur ganz kurz, weil ich auf den Feldern war und lĂ€nger als eine Stunde wollte ich da dann auch nicht warten.

Wenn ich mir im Winter den Hintern nicht allzusehr abfriere und das Wetter gut ist werde ich es nochmal bei den Quadrantiden versuchen. Neumond wĂ€re nĂ€mlich zufĂ€llig auch 😉 Oder ich finde ein nettes Fleckchen wo ich die Kamera sich selbst ĂŒberlassen kann. Allerdings wĂŒrde ich gerne wohin fahren wo es vielleicht nicht ganz so hell drumherum ist…

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